Dolmetscher
Bei besonderen Anlässen benötigen neben den betroffenen hörgeschädigten Arbeitnehmenden auch deren Kollegen, Mitarbeiter oder Vorgesetzte barrierefreie Kommunikation.
Persönliche Kommunikationshilfen wie Dolmetscher bzw. Dolmetschdienste können z.B. ausbildungs- und berufsbegleitend wichtig sein bei:
- Bewerbungsgesprächen,
- Umstrukturierungen des Arbeitsplatzes,
- Konferenzen oder Abteilungs-, Personal- oder Betriebsversammlungen.
Es gibt Schrift-Dolmetscher, Gebärdensprach-Dolmetscher, Oral-Dolmetscher oder Bildtelefon-Dolmetscher.
Bei Bedarf können auch Kommunikations-Assistenten technische Hilfe leisten.
GINKO-Frage:
Inwieweit werden persönliche Kommunikationshilfen bei besonderen Gelegenheiten im Arbeitsleben eingesetzt?
Die Betroffenen schätzen ein: sehr unterschiedlich.
Die berufstätigen GINKO-Teilnehmenden (n=3.189) die angeben, das jeweilige Hilfsmittel zu benötigen, haben tatsächlich an ihrem Arbeitsplatz:
- 75,0% (n=1.738) einen Gebärdensprach-Dolmetscher,
- 35,8% (n=670) einen Übersetzungs-Dienst beim Telefonieren,
- 28,6% (n=462) einen Kommunikations-Assistenten,
- 28,6% (n=415) einen Schrift-Dolmetscher,
- 18,4% (n=200) einen Oral-Dolmetscher (verdeutlichen das Gesprochene durch das Mundbild).
Statistische Analyse
- Zeigt nur geringen Zusammenhang von persönlichen Kommunikationshilfen und Grad der Hörschädigung.
- Schwerhörige Teilnehmende bekommen die benötigten Kommunikationshilfen am seltensten.

