GINKO - Gesetzeswirkungen bei der beruflichen Integration schwerhöriger, ertaubter und gehörloser Menschen durch Kommunikation und Organisation

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Kommunikation

Menschen mit einer Hörschädigung nutzen verschiedene Hör- und Kommunikationsstrategien.

Die Wahl erfolgt in Abhängigkeit vom Grad und vom Zeitpunkt des Auftretens der Hörschädigung.

  • Hör- und Kommunikationsstrategien sind z.B. das Absehen von den Lippen oder der Einsatz von Lautsprachbegleitenden Gebärden.
  • Gehörlose oder Menschen, die sich der Gehörlosenkultur zugehörig fühlen, kommunizieren in der Deutschen Gebärdensprache (DGS), einer Sprache mit eigener Grammatik, Lexik und Semantik.  
  • Das Fingeralphabet zeigt die Buchstaben der Schriftsprache in Hand- und Fingerformen. Es hilft beim Erläutern von Begriffen oder Eigennamen, für die es (noch) keine Gebärden gibt.

GINKO-Frage:

Wie kommunizieren die Teilnehmenden am Arbeitsplatz?

3.189 berufstätige GINKO-Teilnehmende nutzen jeweils  folgende Kommunikationsstrategien für die Verständigung mit Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden:

  • 81,1%  (n=2.586) Lautsprache mit Absehen von den Lippen,
  • 55,5% (n=1.770) Schreiben - (75,5% der Gehörlosen (n=784) und 69,7% der Ertaubten (n=299) ),
  • 24,6 % (n=784) Deutsche Gebärdensprache - (35,7% der Gehörlosen (n=371) und 36,4% der Ertaubten (n=156)),
  • 48,0% (n=1.531) Zeigen, Zeichnungen und Gestik (nonverbale Hilfsmittel).

Die meisten berufstätigen Teilnehmenden kommunizieren durch Lautsprache mit Absehen von den Lippen. Deshalb sind geeignete Umgebungsbedingungen wie gute Licht-Verhältnisse oder Blick-Kontakt zum Kommunikationspartner am Arbeitsplatz besonders wichtig.

Grafiken und Diagramme:

Ich nutze zur Verständigung mit anderen...

Abbildung 1:
Ich nutze zur Verständigung mit anderen...


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