GINKO - Gesetzeswirkungen bei der beruflichen Integration schwerhöriger, ertaubter und gehörloser Menschen durch Kommunikation und Organisation

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Arbeitsumgebung

Schwerbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben per Gesetz (§81 SGB IX, Art.27 der UN-BRK) das Recht auf eine behindertengerechte Gestaltung ihres Arbeitsplatzes bzw. Arbeitsumgebung.

Hörgeschädigten-gerechte räumliche Gestaltung der Arbeitsumgebung bedeutet:

  • Reduzierung der Störgeräusche durch Lärm-Minderung, z.B. durch Schalldämmung,
  • Standort des Arbeitsplatzes im Raum mit guten Licht-Verhältnissen und der Möglichkeit, mit den Kollegen und Kolleginnen Blick-Kontakt aufnehmen zu können – das erleichtert die Kommunikation am Arbeitsplatz und
  • optische Signale (z. B. Blinkanlagen informieren hörgeschädigte Arbeitnehmende, alarmieren sie vor möglichen Gefahren und reduzieren somit die Unfallgefahr).

GINKO-Frage:

Werden die gesetzlich vorgesehenen Maßnahmen zur räumlichen Gestaltung eines hörgeschädigten-gerechten Arbeitsplatzes umgesetzt?

Die Betroffenen schätzen ein: sehr unterschiedlich.

GINKO-Teilnehmende, die von 3.189 Berufstätigen angeben, das jeweilige Hilfsmittel zu benötigen, haben an ihrem Arbeitsplatz:

  • 85,5% (n=2.139) gute Licht-Verhältnisse,
  • 80,6% (n=2.109) die Möglichkeit, Blick-Kontakt aufzunehmen,
  • 54,6% (n=1.253) optische Signale wie Blinkanlagen,
  • 35,7% (n=450) Maßnahmen zur Lärm-Minderung.

Grafiken und Diagramme:

Arbeitsplatzverhältnisse

Abbildung 1:
Arbeitsplatzverhältnisse


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