GINKO - Gesetzeswirkungen bei der beruflichen Integration schwerhöriger, ertaubter und gehörloser Menschen durch Kommunikation und Organisation

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Inanspruchnahme

Ein Recht auf eine Arbeitsassistenz am Arbeitsplatz (§33 SGB IX und §102 Abs.4  SGB IX) haben:

  • schwerbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • schwerbehinderte Selbständige.

Beispiel: Eine Arbeitsassistenz für hochgradig schwerhörige, ertaubte oder gehörlose Arbeitnehmer kann notwendig sein, wenn …

  • man einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz bekommen oder behalten will und
  • es dafür nicht ausreicht, dass manchmal ein Schrift- und /oder Gebärdensprach-Dolmetscher bestellt wird (vgl. REHADAT-TALENTPLUS).

Auftraggeber: Schwerbehinderte Arbeitnehmende müssen die Assistenzkraft selbst einstellen (Arbeitgeber-Modell) oder einen Anbieter von Assistenz-Dienstleistungen beauftragen (Dienstleistungs-Modell).
Auftraggeber der Arbeitsassistenz ist immer der schwerbehinderte Arbeitnehmende.

Kosten: Die Kosten für eine notwendige Arbeitsassistenz übernehmen

  • Rehabilitationsträger, die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erbringen (§ 33 SGB IX);
  • Integrationsämter im Rahmen der Begleitenden Hilfen im Arbeitsleben (§ 102 SGB IX).

Antrag: Den Antrag auf Kosten-Übernahme muss der schwerbehinderte Arbeitnehmer stellen.
Wenn der Antrag bewilligt wird, dann bekommt der Arbeitnehmer Geld, oft als persönliches Budget.

GINKO-Frage:

Nutzen Sie das Recht auf eine Arbeitsassistenz?

Von den 3.189 berufstätigen GINKO-Teilnehmenden nutzen 10,9% (n=348) eine Arbeitsassistenz.

Ergebnis Arbeitsassistenz:

„Die Arbeitsassistenz ist die Voraussetzung für meine Arbeit als Projektleiter”

Grafiken und Diagramme:

Nutzungs des Rechts auf  Arbeitsassistenz

Abbildung 1:
Nutzungs des Rechts auf Arbeitsassistenz


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